Chronologie Berna.

 1902:
Beginnt Joseph Wyss in Bern mit der Herstellung von Kraftfahrzeugen mit dem Markennamen Berna.

1904:
Notwendige Erweiterung der Räumlichkeiten und Umzug nach Olten. Der Firmenname lautet jetzt “J.Wyss, Schweizerische Automobilfabrik Berna”. Beginn der LKW Produktion mit 2 Modellen: 2 und 3 Tonnen Nutzlast mit 1 und 2 Zyl. Motoren, 3-4 Gang Getriebe, über Kardanantrieb auf Ritzelachse.

1905:
Eintritt des Konstrukteurs Ernst Marti. Beginn der Herstellung von Lastkraftwagen. Erste Ausstellung von Berna-Fahrzeugen in Genf und London.

1906:
Neue LKW Modelle Vanguard bzw. G1 mit neuen 4 Zyl. Motoren. Am 28. Juni 1906 Gründung der Aktiengesellschaft. Neuer Firmenname “Motorenwerke Berna”.

1907:
Joseph Wyss verlässt das Untenehmen. Hr. Locher leitet die Firma.

1908:
Die Aktiengesellschaft Motorenwerke Berna gerät in Liquidation. Übernahme durch die englische Finanzgruppe Hudson Consolidated und Gründung der “Berna Commercial Motor Ltd.” mit Ernst Marti als Direktor. Der Lastwagen C2 entsteht.

1909:
Versuche mit Zweitaktmotoren, jedoch wieder verworfen.

1912:
Schweizer Finanzgruppe übernimmt das nun “Motorenwagenfabrik Berna AG” genannte Unternehmen, Vertretungen in Belgien, Holland, Rumänien, Spanien und Südamerika.

1914-16:
Vorübergehende Schliessung der Produktion wegen Kriegsausbruch. Starke Nachfrage am Lastwagentyp C2. Berna Produktion überlastet, daher Übernahme des Fabrikationsrechts am Franz-Wagen. Der bisherige Firmeninhaber Franz Bronzincevic (Erbauer der späteren FBW-Fahrzeuge) bleibt bis 1916 Direktor in seinem ehemaligen Betrieb.

1918:
Nach Kriegsende 500 Mann Belegschaft. Vorübergehende Schliessung wegen Streik. Neuorientierung am Markt. Traktoren für Landwirtschaft und Strassengebrauch.

1928:
Lizenzvereinbarung mit den Humbold-Deutz Motoren AG Köln zum Bau von 6 Zylinder Dieselmotoren, jedoch mit unbefriedigenden Erfahrungen und Produktionseinstellung der Diesel-Motoren.

1929:
Aktienmehrheitliche Übernahme durch Adolph Saurer (Arbon) mit dem Vorteil, Diesel-Motoren von Saurer geliefert zu bekommen.

1930:
Vertrag mit Adler-Werken Frankfurt zum Lizenzbau von leichten Adler-Nutzfahrzeugen. Diese werden zum Modell L1 und L2 weiterentwickelt.

1934:
Einführung der neuen Typenreihe L4, L5 und L5a.

1936:
Beginn der Angleichung der Berna-Wagen an die C-Typenreihe von Saurer (Typ U bei Berna).

1938:
Wegen des Mangels an flüssigen Treibstoffen werden die Wagen auch mit Imbert Holzvergasern angeboten.

1939:
Angleichung an Saurer mehrheitlich abgeschlossen.

1940:
Herstellung sogenannter „armeetauglicher“ Lastwagen der Typen 1U, 2U, 4U und 5U.

1950:
Gemeinschaftsentwicklung der Firmen Berna, Saurer und FBW gemäß Pflichtheft eines geländegängigen Armeelastwagens 2UM und 4UM.

1952:
Einführung des selbsttragenden 2H Reisewagens mit Heckmotor.

1955:
Vorstellung des ersten Autobusses mit Unterflur-Mittelmotor.

1959:
Einführung des neuen 2VM-Lastwagen für militärische und zivile Zwecke. Ständige Weiterentwicklung der Modellreihe als Normallenker- und Frontlenker-Modelle.

1966:
Beginn mit dem Aufbau des Bereichs der Bernex-Oberflächenmetallurgie. Herstellung der ersten Bimetall-Zylinder.

1974:
Fahrzeugmontage ausschliesslich bei Saurer in Arbon. Beschränkung auf Herstellung von Fahrzeugkomponenten.

1976:
Ausweitung des Sektors der Oberflächenmetallurgie und daher die Übergabe des Autoverkaufs an Saurer.

1982:
Bis zur Aufgabe der Nutzfahrzeugproduktion bei Saurer 1982 konnte die Berna-Kundschaft jeden Typ auch mit dem Bären-Signet und Berna-Schriftzug bestellen.

Hans Hopf
gew. Kundendienstleiter
CH-9305 Berg/SG